04. September 2010
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Der Königsvogel

Königsvogel
Die Geschichte des Königsvogels reicht zurück bis in die Zeit der Entstehung der Stadt Bergneustadt und der des Schützenvereins. 
 
Damals war es die Aufgabe der Schützengilde die Stadt vor Angriffen zu schützen. Dies geschah mit der damals einzigen auf die Entfernung wirksamen Waffe; der Armbrust.
 
Da der Landesherr an einer starken Schützengilde interessiert war, zogen auch damals schon die Schützen in feierlichem Aufzug vor die Burg, um auf einen Vogel zu schießen, denn die Übung zahlte sich bei der Verteidigung der Stadt aus.
Als Anreiz zu einer solchen Betätigung stiftete Herzog Wilhelm IV., genannt "der Reiche", im Jahr 1590 einen silbernen Vogel in der Größe einer Taube. An ihr befestigt waren einige Landesmünzen, darunter wertvolle Stücke aus dem 14. Jahrhundert. Die Stiftung erfolgte mit der Bestimmung, dass der jeweilige Schützenkönig die Kette bei festlichen Anlässen tragen sollte. Jeder neue König sollte außerdem der Kette eine Münze hinzufügen, was bis heute als Brauch erhalten ist.
 
voegelDa der Vogel einen hohen, denkmalschutzwürdigen Wert hat, ist er seit seinem 400 jährigen Bestehen im Jahre 1990 im Heimatmuseum der Stadt Bergneustadt, als einer der ältesten seiner Art in Deutschland, zu bewundern. 
Eine Nachbildung des Vogels wurde angefertigt, der die Schützenkette seit dem ziert. Er ist leichter als das Original, da er nicht aus reinem Silber,
 
sondern aus versilberter Bronze besteht.
Außerdem werden die hölzernen Vögel, auf die Pfingstsonntag geschossen wird, ebenfalls relativ genau dem echten Silbernen nachgeahmt, so dass der Brauch bestehen bleibt.
 
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